Interessengemeinschaft                                                                                                                                                         Esel

 

Österreichischer                                                                                                                                                                machen

 

Eselfreunde                                                                                                                                                                      glücklich!

Angstthema  Pilzerkrankung

Pilze sind eine Klasse von Krankheitserregern, die bei unseren Grautieren genauso wie beim Menschen vorkommen.

3 Typen von Krankheiten sind bekannt und gliedern sich in Hautinfektionen, Allgemeininfektionen und Pilztoxikosen (Stoffwechselprodukte von Pilzen wirken als Gifte).

Bei den Hautpilzerkrankungen kommen die Trichophytie (Ringwurm) und die Mikrosporie (scherende Flechte) sowie der Soor (Hefepilzerkrankung) am häufigsten vor.

Die Hautkrankheiten sind meist von typischer Erscheinung, von Juckreiz begleitet und treten hauptsächlich an den Gliedmaßen und am Kopf unserer Tiere auf. Jedenfalls sind Hautpilze fachgerecht zu behandeln, weil auch für den Menschen Ansteckungsgefahr besteht. Fleckiges, ungleichmäßiges, wie von Motten zerfressenes Fell mit Juckreiz deuten auf eine Pilzbeteiligung hin. Die häufigsten Lokalisationen sind der Kopf und die Gliedmaßen, beim Esel auch der Rücken. Kleieartige, fettige Schuppen sind ein deutlicher Hinweis für einen Pilzbefall. Begleitet sind diese Erscheinungen von einem muffigen Geruch, der beim Esel oft weniger deutlich wahrgenommen werden kann, weil sich unsere Freunde die meiste Zeit im Freien befinden.

Allgemeininfektionen, die durch Pilze hervorgerufen werden, sind glücklicherweise selten und leider sehr schwerwiegende Erkrankungen. Lungen- und Euterentzündungen durch Pilze sind nicht selten unheilbar.

Pilztoxine, die durch den Verzehr von Pilzen befallener Getreidekörnern aufgenommen werden, führen zu schweren Allgemeinerkrankungen (gilt für Tier und Mensch gleichermaßen). Schwere Lebererkrankungen, die bis zum Tumor gehen können (hervorgerufen durch ein Gift des Aspergillus flavus – Aflatoxin B1), Schädigungen der Blut bildenden Zentren, genetische Defekte und Nervenschädigungen sind Symptome, die durch Pilztoxine entstehen. Ferner gelten diese Stoffe als allergen und sind für die Zunahme von Allergien und Unverträglichkeiten verantwortlich.

Diese Erregerklasse wird häufig unterschätzt und es lohnt sich, mit Ihrem Tierarzt über dieses Thema zu sprechen, denn subklinische Pilztoxikosen sind häufig Türöffner für andere Krankheiten. Durch die verminderte Körperabwehr finden alle möglichen Erreger Zugang zum Organismus.

Die Feuchtigkeit gilt als der Eckpfeiler für Pilzwachstum im Allgemeinen und daher ist der Umgang mit Nässe sowohl an der Körperoberfläche als auch in den Stallungen und in der Futtermittelbevorratung ein wichtiges Thema, das großer Aufmerksamkeit bedarf.

Allgemeine Hygiene, Vermeidung dauerhafter Feuchtigkeit und besonderes Augenmerk auf Produkte mit aufgebrochenen Getreidekörnern (Müsli, Flocken, Kleie und dgl.) sind Ihre wichtigsten Maßnahmen, um Erkrankungen durch Pilze vorzubeugen. Pilznester im Heu sind ein absolutes „no go“.

Herbst und Feuchtigkeit gehören zusammen und daher ist das Thema „Pilz“ zu dieser Zeit besonders aktuell.